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Aufruf zur Luxemburg-Liebknecht-Lenin Demonstration
BERLIN | 24 – 12 – 2009 | Luxemburg (1871 – 1919) "Eure »Ordnung« ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon »rasselnd wieder in die Höh' richten« und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: »Ich war, ich bin, ich werde sein!«" - "Die Ordnung herrscht in Berlin", in Die Rote Fahne Nr. 14, 14. Januar 1919
Die Geschichte der BRD ist eine Geschichte der Proteste und Arbeitskämpfe. Schon vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gab es Proteste gegen diese. Ob es gegen die Wiederbewaffnung, Atomkraft, Sozialkahlschlag, Sondergesetze, den NATO-Doppelbeschluss oder gegen Einschnitte in das Bildungsystem, gegen miseralbe Lohn- und Arbeitsbedingungen war, stehts gingen tausende auf die Straßen, um für ihre Rechte und gegen die Entscheidungen der Staatsmacht zu demonstrieren.

Viele dieser Bewegungen verschwanden, mit wenigen Ausnahmen, jedoch leider nach kurzem genauso plötzlich wie sie entstanden sind oder bestehen größtenteils nur noch partiell für einzelne Events und Aktionen.

Wir müssen diese vergangenen und die heute noch partiell existierenden Bewegungen analysieren und aus ihren Fehlern lernen. Es wäre fatal, die selben Fehler ein weiteres mal zu begehen, nur weil eine eingehende Analyse fehlt.

Auch heutzutage gibt es in der BRD einige sehr verheißungsvolle Bewegungen welche gestärkt und unterstützt werden müssen. Alle fortschrittlichen Kräfte und Organisationen sollten es als ihre Aufgabe sehen, diese sozialen Bewegungen zu stärken und auf ihre Entwicklung positiv einzuwirken.

Kämpfen wir gemeinsam für starke soziale Bewegungen mit bewusstem Klassencharakter und einer gesellschaftlichen Perspektive!

Liebknecht (1871-1919) "Der Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie." - "Der Hauptfeind steht im eigenen Land!", Flugblatt im Mai 1915 Getreu dem Motto Liebknechts: „Der Hauptfeind steht im eignen Land!“ kämpfen wir gegen die Auswüchse des Kapitalismus in Deutschland und den deutschen Imperialismus.

Dieser Kampf muss jedoch ohne den massenfeindlichen antideutschen Stumpfsinn, sondern mit einem perspektivischen revolutionären Antikapitalismus geschehen.

Dieser Kampf muss immer ein zielgerichteter Kampf sein, der das Ziel einer klassenlosen und solidarischen Gesellschaft, des Kommunismus, nie aus den Augen verlieren darf. Folglich dürfen auch die Feinde dieses Ziels, die Klassenfeinde, niemals aus den Augen gelassen werden.

Einer der größten unserer Feinde ist der deutsche imperialistische Militarismus, der heute wieder in vielen Ländern der Welt sein blutrünstiges Unheil verbreitet und sich auch im Inneren der BRD immer weiter ausbreitet.

Die deutsche Kriegslobby verkauft ihre mörderischen und blutrünstigen Waffen, an Staaten und Kriegsparteien in der ganzen Welt und ist damit weltweit in einer Führungsposition. Deutsche Waffen werden neben den Kriegsschauplätzen der Bundeswehr vor allem auch zur Bekämpfung und Erstickung der Befreiungsbewegungen in Kurdistan und Palästina eingesetzt und haben dort unzählige Menschen ermordet und werden weiter morden.

Die Politik versucht mittlerweile immer wieder den Einsatz der Bundeswehr im Inneren der BRD gesetzlich, zu den verschiedensten Zwecken, erlauben zu lassen. Auf immer mehr Jobmessen und in immer mehr Schulen versuchen so genannte „Jugendoffiziere“ vor allem perspektivlose Jugendliche für den „Dienst an der Waffe“ zu verpflichten.

Daneben trainiert die Bundeswehr seit längerem die Aufstandsbekämpfung im Inneren, dazu gehören auch die Niederschlagung von Streiks und die gewaltsame Räumung von besetzten Fabriken. Zudem führt die Bundeswehr immer öfter so genannte „öffentliche Gelöbnisse“ und „Zapfenstreiche“ durch, um sich selbst wieder in der Gesellschaft zu integrieren.

Kämpfen wir gemeinsam gegen den Imperialismus und die Militarisierung der Gesellschaft!

Lenin (1870-1924) "Ohne Klassenbewusstsein und ohne Organisiertheit der Massen, ohne ihre Schulung und Erziehung durch den offenen Klassenkampf gegen die gesamte Bourgeoisie kann von der sozialistischen Revolution keine Rede sein." - Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution, Ausgewählte Werke Band 1, S. 540

Der Kampf, Klasse gegen Klasse, kann für uns nur ein erfolgreicher sein, wenn er organisiert verläuft. Er darf nicht in der Spontaneität und der individuellen Gewalt ausarten.

Nur durch die konsequente und disziplinierte Organisiertheit der Massen kann der Klassenkampf und der revolutionäre Umsturz der Gesellschaft nach marxistisch-leninistischem Vorbild erfolgreich sein. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Arbeiterinnen und Arbeiter wieder organisieren und am organisierten Klassenkampf teilnehmen. Dazu ist zunächst jedoch ein ausgeprägtes Klassenbewusstsein eine der grundsätzlichen Voraussetzungen. Dieses haben ein Großteil der Arbeiterinnen und Arbeitern jedoch in den vielen Jahren des kapitalistischen Herrschaftssystems verloren und haben sich durch die zerreißenden Elemente des Kapitalismus untereinander spalten lassen. Wir müssen die Solidarität unter den Arbeiterinnen und Arbeitern wieder herstellen und die Spaltung der Arbeiterklasse überwinden. Dies kann uns nur durch die Überwindung der eigenen Spaltung, der Spaltung der marxistisch-leninistischen Kräfte und der klassenkämpferischen Linken gelingen.

Einigen wir die proletarischen Massen und sagen wir dem System der Unterdrücker und Ausbeuter den Kampf an, so wie es einst Luxemburg, Liebknecht und Lenin taten. Kämpfen wir gemeinsam im Gedenken an sie, treten ihr Erbe an und versuchen ihren Kampf für eine klassenlose und solidarischen Gesellschaft fortzuführen.

Demo:
Frankfurter Tor
10-01-2010
10 Uhr
BERLIN

Rote Antifa
Geschrieben am Donnerstag, 24.Dezember. @ 22:05:35 MET von YDG
 
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