Die Abschlussresolution des Internationalen Jugend-Symposiums, das von der Neuen Demokratischen Jugend organisiert wurde und an dem Jugendorganisationen aus verschiedenen Ländern teilgenommen haben.
Wir sind als Jugendorganisationen aus Irland, den Philippinen, Spanien, Frankreich, der Schweiz, Nepal, Deutschland, Bangladesch, Tunesien, Zypern und verschiedenen Regionen der Welt, zusammengekommen, um den gemeinsamen Kampf gegen Imperialismus, kapitalistische Ausbeutung, Faschismus und jede Art von Unterdrückung zu diskutieren, unsere Erfahrungen auszutauschen und den internationalen Widerstand zu stärken.
Die historische Phase, die wir gerade durchleben, zeigt deutlich, dass sich das imperialistische System in einer vielschichtigen und tiefen Krise befindet. Die Welt von heute ist geprägt von zunehmenden Kriegen, Besatzungen, Zwangsvertreibungen, ökologischer Zerstörung, Verarmung und Autoritarismus. Der Imperialismus opfert mit seiner auf Wettbewerb, Ausbeutung und Herrschaft basierenden Struktur die Zukunft der Menschheit, um seine eigenen Krisen zu überwinden. Monopole und imperialistische Staaten führen ihren Kampf um Märkte, Energiequellen und geopolitische Vorherrschaft auf Kosten des Blutes und der Arbeit der Völker. Die Last dieser historischen Krise lastet vor allem auf den Schultern der Arbeiter*klasse und der unterdrückten Völker, aber auch in besonders schwerer Form auf denen der Jugend. Die Jugend ist von Arbeitslosigkeit, prekären Arbeitsverhältnissen, der Verweigerung des Rechts auf Bildung, Perspektivlosigkeit und ständiger Unsicherheit umgeben. Das kapitalistische System kann der Jugend weder ein Leben in Würde noch eine sichere Zukunft bieten. Im Gegenteil, es zielt darauf ab, die Jugend zu einer Generation zu machen, die den Preis für seine eigenen Krisen zahlen muss.
Unter diesen Bedingungen unterwirft das imperialistische System die Jugend nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideologisch und politisch. Wehrpflicht, militaristische Ausbildungsprogramme, Integration in Kriegstechnologien, durch die Medien und die Kulturindustrie verbreiteter Chauvinismus und Nationalismus zielen darauf ab, die Jugend zur Zustimmung zu imperialistischen Kriegspolitiken zu bewegen. Diese Propaganda, die unter den Schlagworten „Sicherheit“, „Freiheit“, „Verteidigung des Vaterlandes“ und „humanitäre Intervention“ betrieben wird, zielt darauf ab, den wahren klassenkämpferischen und imperialistischen Charakter des Krieges zu verschleiern. Die Jugend ist für das imperialistische System nicht nur eine Ersatzarbeitskraft, sondern wird auch als eine Kraft angesehen, die in Kriegen an die Front geschickt werden kann, die Unterdrückungsapparate reproduziert und die ideologische Kontinuität der bestehenden Ordnung gewährleistet. Daher ist die Entpolitisierung, Desorganisierung und Individualisierung der Jugend ein grundlegender Bestandteil der imperialistischen Strategie.
Die Geschichte zeigt jedoch, dass die Jugend diese Rolle niemals passiv hingenommen hat. Historisch gesehen war die Jugend immer ein wichtiger Bestandteil jeder großen gesellschaftlichen Umwälzung und jedes revolutionären Prozesses. Von den Revolutionen von 1848 über die nationalen Befreiungskämpfe und den antifaschistischen Widerstand bis hin zu den Jugendaufständen von 1968 stand die Jugend an vorderster Front im Kampf gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Ungleichheit. Die Dynamik, der Mut und der Wille zur Veränderung der Jugend waren im Laufe der Geschichte eine Bedrohung für die bestehende Ordnung und eine Quelle der Hoffnung für die Unterdrückten.
Auch heute kämpft die Jugend überall auf der Welt, von Asien bis Afrika, von Europa bis Amerika, gegen imperialistische Kriege, Besatzungen, autoritäre Regime und kapitalistische Ausbeutung. Von Palästina bis Kurdistan, von Lateinamerika bis Südasien verteidigt die Jugend nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern auch die gemeinsame Zukunft der Völker.
Wir betonen, dass Internationalismus kein abstraktes Gefühl der Solidarität ist, sondern eine konkrete, organisierte und klassenbasierte Kampflinie. Kapitalistische Ausbeutung ist international, imperialistische Aggression ist global. Deshalb kann der Kampf der revolutionären Jugend nicht durch nationale Grenzen eingeschränkt werden. Wahrer Internationalismus bedeutet nicht, den Kampf der unterdrückten Völker zu romantisieren, sondern diese Kämpfe mit dem Klassenkampf in unseren eigenen Ländern zu verbinden und eine gemeinsame revolutionäre Perspektive zu entwickeln. Die Verantwortung der Jugend in den imperialistischen Zentren besteht darin, den Kampf gegen die Kriegspolitik, die Rüstungsprogramme und die Unterdrückungsapparate ihrer eigenen Staaten zu verstärken, diese Politik aufzudecken und organisierte Verbindungen zu den unterdrückten Völkern aufzubauen. Der Widerstand der Jugend in den unterdrückten Ländern ist ein untrennbarer Teil des Kampfes gegen die lokalen Kollaborateure des Imperialismus und die abhängigen kapitalistischen Strukturen. Die Vereinigung dieser beiden Linien bildet die materielle Grundlage des internationalen Kampfes.
Dieses Symposium war ein wichtiger Schritt zur Stärkung des internationalen Jugendkampfes.
Ausgehend davon erklären wir folgende Punkte zu unseren gemeinsamen Aufgaben:
- die internationale Solidarität der Jugend in eine dauerhafte und organisierte Struktur zu überführen,
- strategische und dauerhafte Beziehungen zwischen internationalen Jugendorganisationen aufzubauen,
- gemeinsame Kampflinien gegen imperialistische Kriege, Militarismus und militaristische Propaganda zu bilden,
- die Jugend gegen Faschismus, Rassismus, Chauvinismus und sexistische Politik zu organisieren,
- die Lehren aus den nationalen Befreiungskämpfen, der Demokratie und den Klassenkämpfen in den aktuellen Kampf zu übertragen,
- die Jugend zu einem aktiven und bewussten Subjekt des revolutionären Klassenkampfs zu machen.
Die einzige wirkliche Antwort auf die sich verschärfende Krise des Imperialismus, Faschismus und Kapitalismus ist, sich zu organisieren, die internationale Solidarität zu stärken und den Klassenkampf zu intensivieren. Wir sind es nicht, die Angst vor der Zukunft haben; die Zukunft ist eine Bedrohung für ihr Ausbeutungssystem. Wir erklären, dass wir diese Bedrohung in eine bewusste und organisierte Kraft verwandeln und als revolutionäre Jugend unsere Einheit, unsere Entschlossenheit und unseren internationalen Kampf in allen Bereichen verstärken werden.
Hoch die Internationale Solidarität!
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